Geschichte

Januar 2005: Endlich ist eine Schrauberhalle gefunden. Nach jahrelanger Suche und stundenlangen unters Auto kriechen bei Wind und Wetter. Sie sieht so gross aus! Noch…

Das ist das erste Projekt in unserer neuen Hobbywerkstatt. Ein Orig. Fiat Ritmo 125tc Abarth der 2.Serie. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch einen roten 1.Serie Ritmo Abarth den ich damals restaurieren wollte. Mit grosser Hingabe wurde die Restauration der 2.Serie angefangen. Leider kamen mit der Zeit immer grössere Rostherde unter diversen Abdeckungen zum Vorschein. Es wurde eines der längsten Restaurationsprojekten – bis zur Fertigstellung vergingen Jahre…

Zwischendurch kamen selbstverständlich immer mal wieder andere Autos und Interessen.

Improvisationen bei grösseren Blechraparaturen sind immer gefragt. Hier ein Fiat Panda 4×4 im Juni 2006.

Dieser Fiat 124 Us-Import Spyder 1800 hat uns einiges abverlangt bis er Schweizer MFK erhielt. Mein Vater Christian Schoch hat dieses Fahrzeug von Grund auf überhohlt. Die Karrosse hatte dank Arizona-Sonne absolut keine Rostbildung! Aber dafür mechanisch sehr gelitten. Am Tellerrad der Hinterachse hat z.b ein Zahn gefehtl! Des weiteren musste die Karrosse auf die Richtbank wegen unsachgemässer Hügelfahrt.

Im Sommer 2006 war dieser Spyder dann mein treuer Begleiter. Jedesmal bei Sonnenschein wurde das Dach in Sekundenschnelle geöffnet. Herrlich!


Das ist ein seltener Steyer Puch Haflinger 4-Plätzer. Diesen hat Christian mit niegelnagelneuer Plattform neu aufgebaut. Natürlich wurden alle Sicken und andere Karrosseriespezifischen teile originalgetreu wiederhergestellt. Die Mechanik wurde ebenfalls Teilüberholt. Getriebe und Motor aber nur neu abgedichtet. Eigentlich hatten wir mal geplant den Haflinger als 45km/h vorzuführen. Als ich aber zu diesem Zeitpunkt bereits den Führerschein hatte wurde er verkauft, da das Fahrgefühl nicht gerade unseren Ansprüchen entsprach und leider keine Geländepiste in nächster Nähe ist.

Im Herbst 2005 sind wir im Gespräch mit einem guten Bekannten irgendwie auf dessen M3 E30 gekommen. Damals in 2ter Hand, obwohl der Bekannte den M3 eigentlich nie eingelöst hatte und nur ab und zu als Sonntagswagen nutzte, ca. 184000km, immer super gepflegt, jede Rechnung inkl. Kaufvertrag als Neuwagen und immer Castrol RS. Super Vorgeschichte!

Ehrlichgesagt hatte ich bis damals nicht alzu viel über diese Autos gewusst. Natürlich schon geschwärmt und gestaunt wenn unser Heizungsinstalateur mit seinem roten Cecotto und den glänzenden BBS RS Felgen an mir vorbeigefahren ist, wenn ich auf dem Heimweg von der Schule war. Oder als wir so ca. 2003 ein Sportgetriebe für unseren BMW 525-3,3i Heidegger suchten und wir bei Fabian Sigwart (http://tecofsracing.com/) einen richtigen Fan und Kenner gefunden haben und er uns gesagt hat dass wir mit einem M3 E30 vom Fahrverhalten und Dynamik am besten bedient wären. Wie recht er damals hatte! Wahnsinn. Aber damals hatten wir halt einen E12 zum fahren und M3 ist eine andere Liga.

Ja am 31.5.2006 stand dann dieses wunderbare Auto bei mir. Mein erster M3! Naja einiges zu machen gab es natürlich schon. Da wären z.b. der Windfang der total gerostet hat. Aber zum Glück nur wegen unsachgemässer handhabung beim letzten Frontscheibenwechsel und halt so die üblichen stellen: Nummernbeleuchtung und Wagenheberaufnahme vorn. Der grösste Teil haben mein Vater Christian und ich selber gemacht. Nur den neuen Windfang einlöten und schweissen überliessen wir gerne unserem Partner für Malerei Carrossier Pfister in Herisau (http://www.pfister-ag.ch).

Das defekte Heizelement zwang mich, den gesammten Bodenteppich auszubauen und von Frostschutz zu entfernen. Dabei werden natürlich auch alle noch so kleinen Rostblässchen entfernt.

Bereit für dem Spengler. Sieht ein bisschen traurig aus…

Kaum vom Maler zurück wird das komplette Auto mit Hohlraumwachs behandelt. Auch wenn andere auf Fett schwören ist mir der Wachs irgendwie sympatisch. Und riecht um einiges besser. Dann musste die Technik daran glauben. Für eine Teilrestauration musste erstaunlicherweise nicht alzu viel ersetzt werden. Dabei waren Bremszangen vorne, die Hinteren wurden von mir revidiert, Getriebeaufhängungslager, Scheinwerfer, Stossdämpfer wurden erstmals durch Koni und später durch Gruppe N von Bilstein ersetzt. Die Oelwanne sowie das Getriebe wurden neu abgedichtet. Alles richtig gereinigt und original zusammengebaut und der M3 strahlt mit herrlicher Patina…

Hier seht ihr meinen M3 bereit für die MFK. Super wie der Schatten die Kanten des M3 hervorholt… Die Felgen auf dem Foto sind keine BBS, die waren mir einfach zu Komerz, das sind Zeitgenössische ACT Leitmetallfelgen. Da ich ein Fan von originalen Autos bin, ist mir wichtig dass alles seine Richtigkeit hat und es musste nicht Gebörtelt werden.

Und was wurde wohl auf der MFK beanstandet? Genau die 8,5×16‘‘ Felgen… was für eine Panne. Der Experte hat einen Schlag im äusseren Bett HR bemerkt. Naja Sicherheit geht vor, dann wurden diese halt eben repariert.

Eigentlich hatte ich ja den M3 gekauft um ab und zu auf der Rennstrecke zu bewegen. Dafür wurden die Autos ja schliesslich gebaut. Also musste ein anständiger Sitz und ein fahrerorientiertes Sportlenkrad rein um vollständige Kontrolle über das Fahrzeug zu haben. Für die Sicherheit dient ein 3“ 4-Punkt Gurt. Natülich alles rückrüstbar. Obwohl ich nicht genau sagen kann was Original ist und was nicht. Ist nun Original wie er ab Band lief oder wie Ihn der 1.Besitzer fuhr? Ich habe nämlich eine Rechnung von damals von einem Sportlenkrad das ich noch immer besitze und eine Verbindungstrebe für die vorderen Dome… Gurtösen für den Sportgurt waren auch noch von dem 1.Besitzer Vorhanden…

So weit so gut, das Auto ist frisch geprüft und es werden einige Kilometer in Angriff genommen. Das Auto fährt sich super! Ob auf den 15jährigen 15“ Reifen oder auf den Semislicks von Yokohama. Einfach nur geil! Man hat überhaupt nicht das Gefühl in einem Auto vom Jahr 1987 mit fast 190000km zu sitzen. Absolut knackig und kein knarzen. Nur die Dämmatte an der Stirnwand hätte ich wohl besser wieder montiert. Dafür ist das schöne metallische Klingen vom Motor wunderbar hörbar. Nein keine Angst keine Pleuellager oder Steuerkettenrasseln. Dieses Auto ist eines meiner besten Errungenschaften.

Ausfahrt mit Freunden auf Malbun und Schwägalp im Juni 2007.

Hier ist das Fahrzeug mal mit den selten Felgen vom M5 E28 frisch vom Polieren zurück.

Im Winter 07/08 ist dann Markus auch irgendwie dem M3 Fieber verfallen und wie es der Zufall will taucht ein wunderschöner Gruppe N M3 auf bei einem Bekannten Albert Dobler (dobler-rennsport.ch).

Der weitere Verlauf unserer Geschichte folgt!

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